Pause

Hey Leute, ich weiß es ist schon eine Weile her, dass ich den letzten Artikel geschrieben habe, aber ja wie soll ich es sagen, mir fehlt einfach die Motivation zum schreiben, so lasse ich es dann auch. Ich genieße mein Leben, meine Freizeit und meine Arbeit. Klingt gut und ist es auch.

Vielleicht werde ich irgendwann hier wieder weiter machen, aber bis dann lege ich diesen Blog auf Eis.

Es grüßt Euch,
Andreas der Pfleger.

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Lange schwarze Unterhose oder Pest und Cholera

Bärbel ruft mich zu Herr Oslokovski, er hat keine sauberen Hosen mehr. Das sollte nicht vorkommen, ist aber leider so. Seine Frau hat seine Wäsche immer gewaschen. Durch eine Erkrankung der Frau konnte sie nicht mehr kommen und die Wäsche waschen. Die Tochter hat sich dafür nicht zuständig gefühlt und uns auch nicht erlaubt die Wäsche in die Wäscherei zu geben. Letztendlich dürfen wir sie doch in die Wäscherei geben, allerdings rund zwei Wochen zu spät. Der Fundus gibt auch nichts mehr her.

“Du er hat keine Hosen mehr, ich würde ihm eine lange Unterhose anziehen.”
“Eine lange Unterhose?” frage ich erstaunt “Du kannst ihn doch nicht in einer langen Unterhose in den Speisesaal setzen.
“Ja aber er hat absolut nichts mehr da.” sagt sie verzweifelt

Ich gehe zum Wäschesack ziehe eine Hose raus, betrachte sie von vorne und von hinten, darauf sind diverse Essensflecken darauf.

“Na wunderbar, die kann er doch anziehen, besser eine schmutzige Hose als eine Unterhose.”
“Ja aber das weiß doch niemand.”
“Doch… Er!” und gehe wieder.

Bei der Übergabe berichte ich darüber Bärel hat schon Feierabend
“…ja aber die habe ich doch in die Wäsche, weil sie verschissen war” sagt Ralf
“Oh, also ich habe nicht in die Hose reingeschaut… Oh Mist… Ich habe nur aussen die paar Essensflecken gesehen und dachte lieber so als in Unterhose”

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Prioritäten setzen

Bärbel ist neu bei uns. Vorher hat sie als Arzthelferin gearbeitet, nun entschied sie sich im Kaiserin-Mechthilde-Heim alte Menschen zu betreuen.

Es ist Mittagszeit, ein Tablett steht noch bereit, das von Frau Stimpfig, sie ist bettlägerig und bekommt daher das Essen im Zimmer. Da Bärbel gerade nichts zu tun hat schicke ich sie zu ihr.

Lore von der Hauswirtschaft ist fertig mit Essen schöpfen und fragt uns ob wer was will. Bärbel meldet sich auch.

“Bärbel du gehst bitte zu Frau Stimpfig und gibst ihr das Essen ein.” sage ich zu ihr
“Ja, kann ich erst mal meins essen?”
“Also ich fände es super, wenn Frau Stimpfig zuerst essen dürfe.”

Ohne Worte

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Geschmacksfrage

Frau Krummbein, ruft mich zu sich an den Tisch.
“Hören sie mal, diese Brausetabletten schmecken gar gräuslich, die will ich nicht nehmen.”
“Ja aber das ist Calcium, das sollten sie schon nehmen! Schon allein wegen Ihrer Osteoporose.”
“Gibt es die nicht in einer anderen Geschmacksrichtung?”
“Na was schmeckt ihnen denn besonders gut?”
“Lachs”

Liebe Parmafirmen habt ihr gehört, Lachs ist gewünscht, oder vielleicht auch mal Leberwurst oder für die Gesundeitsbewussten Vegetarier Grünkohl oder Brokkolie.

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Neues oder nicht?!

Hallo, jemand da? Hm, etwas staubig hier. Jaja ich weiß, ich war schon eine Weile nimmer da. Aber es gibt einfach nix. Naja doch, ich habe mittlerweile einen Schlüssel. Habe herausgefunden, dass ich lediglich zehn €uronen hinterlegen muss, die ich dann am Ende der Probezeit wieder bekomme.

Ansonsten, genieße ich das Arbeitsleben, also an den Tagen an denen ich arbeiten muss. An den anderen eben das der anderen, bzw meine Freizeit. Frau Scharwenzel geht es gut und den anderen natürlich auch. Was soll ich groß schreiben, es wird langsam Herbst und immer kälter, aber das dürfte bei euch ja nicht anders sein. Ansonsten passiert eben nicht viel im KMH. Wobei, wie ich heute erfahren haben, schließt sich eine alte Kollegin aus dem Sonnenscheinheim meinem Weggang an. Zumindest habe ich über Umwege erfahren, dass sie angefragt hat ob im KMH eine Stelle frei ist. Bin mal gespannt ob sie den Absprung schafft. Dann bin ich am überlegen, ob ich mal wieder Manuel anschreiben soll, da wir eine Fachkraft suchen. Allerdings nur Teilzeit. Da ich aber weiß dass er eine Wohnung am abzahlen ist. Ach keine Ahnung, ich denke ich überlasse die Entscheidung ihm und schreibe ihn an.

Von meinen alten Kollegen habe ich nichts mehr gehört. Aber davon ging ich aus. Da ich von meiner Natur her kein geselliger Mensch bin, verläuft sich das ganze.

Ich sehe schon, ich muss hier ab und an herkommen und was berichten. Allerdings diese komische Einrichtung, die sich Privatleben nennt, ist so, wie soll ich sagen, ja, toll, dass mir nichts anderes übrig bleibt als es zu leben.

Was ich echt nicht vermisse sind diese Telefonate die ich in Bereitschaft erhielt. Ich bin eben ein ruhiger Mensch und bevorzuge ein ruhiges Leben.

In diesem Sinne “Tirili”

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Rückspiegel für die vergangene Woche (36-2012)

Dies Woche war geprägt von Nachtdiensten, vier Stück an der Zahl. Montag rein und Freitag raus. also rechtzeitig zum freien Wochenende. So langsam bekomme ich allerdings ein schlechtes Gewissen, da ich die Nächte effektiv nur zu gefühlt fünfdundsechzig Prozent mit Arbeit verbringe, weil es einfach nix zu tun gibt. Vielleicht sollte ich irgendwelche Gegenstände reinigen oder so. Mal sehen in der nächsten Nachtdienstperiode, was ich da machen kann. Solange aber auch nur ihr von meinem Problem wisst, kann ich mich da immernoch rechtzeitig auch dagegen entscheiden.

In so einer Woche bekommt vom Tagesgeschehen kaum was mit. Jedoch hier bei mir zu Hause habe ich alles mitbekommen, das frühmorgendliche Bohren und Hämmern und Schlagbohren, der Handwerker hier im Haus.

Ich bin immernoch sehr zufrieden in meiner neuen Einrichtung, allerdings stört mich mittlerweile die Tatsache, dass ich immer noch keinen Schlüssel habe. Ok eigentlich benötige ich auch keinen, zumindest Tagsüber. Aber Nachts, ja, ich muss ja das Haus abschließen. Auch wenn es Usus in der Einrichtung ist, dass man in der Probezeit keinen bekommt, finde ich es bekloppt. Aber daran soll es ja nicht scheitern.

und nun zu den meist gelesensten Artikeln:

  1. Nicht entscheidungsfähig
  2. Pssst – Nicht weitersagen!
  3. Beschreib dein Dienstzimmer
  4. Doch nicht ungeschickt
  5. Was?
  6. Wir sind zwei
  7. Hopp Hopp!
  8. Fremder Strom

Rückspiegel ist eine Artikelreihe, die (un)regelmäßig gegen Ende der Woche erscheint. Hier steht ein kleiner Rückblick auf meine Woche und eine Auflistung der meistgelesensten Artikel, untermalt mit einem passenden oder unpassenden Video. Oben steht immer der am meisten angeklickteste und unten dann eben der langweiligste Beitrag.

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Wir sind zwei

Hey wow, beinahe hätte ich es verpasst und nur durch Zufall bin ich darauf aufmerksam geworden, dass dieser kleine beschauliche Blog nun ganze, stolze zwei Jahre alt geworden ist und damit auch die Figur, die das Ganze hier durchmachen muss.

Es macht mir nach wie vor Freude, die oftmals kurzen aber auch langen Geschichten hier herniederzuschreiben, ob das nun jemanden interessiert oder nicht. Um es ehrlich zu sagen, ich habe ein furchtbar schlechtes Gedächtnis. Und ab und an, klicke ich auf Zufälliger Artikel und bin dann überrascht, dass es sich so zugetragen hat.

In diesem abgelaufenen zweiten Jahr , habe ich so manches erlebt. In kurzen Worten, Im Sommer habe ich endlich den WBL-Schein gemacht, nachdem ich zwei Jahre eine Weiterbildung besucht habe. Ursprünglich hatte ich mal vor bis zum Eintritt ins Rentenalter im Sonnenscheinheim in Hintertupfing zu bleiben. Doch erstens kommt es eben anders und zweitens als man denkt. So suchte ich mir zu Mitte Julay eine neue Arbeitsstelle und fand sie sogleich im Kaiserin-Mechthilde-Haus eine Ortschaft weiter. Hier habe ich ein deutlich ruhigeres Leben, ohne den Leitungsstress.

Das mit dem Sonnenscheinheim ist noch lange nicht abgeschlossen, da ich meinen früheren Arbeitgeber, verklagen musste, wegen Abrechnunsgtechnischen Dingen, diese zu erläutern keinen Sinn macht. Ob ich diese Geschichte niederschreibe, ich denke nicht, sie ist schon für mich als Beteiligten kompliziert genug.

Fakt ist im neuen Heim gefällt es mir gut und damit ist alles gut.

Ihr dürft mich jetzt feiern, beglückwünschen und beweihräuchern. Danke dass ihr meine Leser seid.

 

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Kurzfristig

Ich habe Nachtdienst und er neigt sich dem Ende zu, was gut ist denn ich werde müde. Es ist fünfuhrfünfzig, das Telefon klingelt, dran ist Heidrun, sie hat erst vor kurzem angefangen bei uns, hat zwar noch nicht in der Pflege gearbeitet, macht sich aber richtig gut.

“Hallo, ich komme nicht mehr.”
“Wie? Heute?
“Nein überhaupt nicht mehr?”
“Ja aber…”
“Ich rufe nachher in der Verwaltung an und kläre dann  alles.”

hmm, eigentlich muss sie die vierzehn Tage Kündigungsfrist einhalten, denn fristlos kann sie nur kündigen, wenn sich der Arbeitgeber einer gravierenden Pflichtverletzung schuldig gemacht hat. Mal von der rechtlichen Seite abgesehen, wiegt die moralische viel schwerer. Es ist einfach kein feiner Zug, dieses kurz vor Dienstbeginn zu tun. Wie schön dass ich mich damit aber nicht mehr rumschlagen muss.

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Gesegneter Schlaf

Ich höre leise ein rufendes “halloooo”. Auf der Suche danach lande ich in Herrn Bommels Zimmer. Die Klingel hängt direkt über ihm am Bettgalgen, mehr aus Alibi, denn er kann damit nicht mehr umgehen.
“Halloooo, wo sind sie denn?”
“Na, hier.”
“Haben sie mich nicht rufen gehört?”
“Nein.”
“Haben sie einen gesegneten Schlaf. Ich wünsche ihnen dass es so bleibt, denn das ist viel wert.”

Mit einem Grinsen sage ich, “klar habe ich sie gehört, drum bin ich ja da.”

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Hopp Hopp!

Frau Baiswang, klingelt, in der Nacht, was ja an sich schon eine Störung meines geheiligten Ablaufes ist. Also gehe ich den einen Stock nach oben und suche ihr Zimmer auf.

“Hallo Frau Baiswang, sie haben geklingelt.”
“Ja, ich muss auf Toilette.”
“Also hopp hopp.”
“Hopp hopp? wissen sie eigentlich wie alt ich bin?”
“hundertvier würde ich schätzen.”
“Was? ziehen sie mal 10 Jahre ab.”
“Also vierundneunzig”
“Ja.”
“Frau Baiswang, wie spricht man ihren Namen eigentlich richtig aus?”
“Ganz normal”
“Also so wie Beißzang?”
“Sie frecher Dinger sie.” antwortet sie gespielt scharf und fängt das Lachen an. “Wenn sie einer meiner Schüler gewesen wären… tztztz…

Frau Baiswang ist richtig cool und nimmt einem auch mal die eine oder andere Frechheit nicht krumm.

Sollten Spuren von Ironie oder Sarkasmus in diesem Artikel vorhanden sein, so bitte ich diese höflichst zu bemerken.

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