Anleitung um fristlos gekündigt zu werden (Teil 6)

Nach der Übergabe informierte ich meine Mitarbeiter, die die Nachricht wortlos aufnahmen, bis auf einen. Ich glaube so einen gibt es in jedem Betrieb.
„Selber schuld.“ Lautet seine Antwort. Ein zustimmendes Kopfnicken lässt die Runde synchron erscheinen.

Oh, die Zeit, wie sie rinnt, denke ich, ich habe doch noch einen Termin in der Tagesgruppe. Eigentlich war der Termin geplant um meinen Schüler im Ausseneinsatz zu besuchen. Aber jetzt nutze ich ihn um zu erfahren wie der Ausseneinsatz gelaufen ist.

Hurtig begebe ich mich in mein Auto auf dem Weg nach Hinternebentupfing, jetzt aber schnell. Noch in Hintertupfing erkenne ich meinen ehemaligen Schüler, mit einem Zettel in der Hand, wild gestikulierend, mit einem anderen so in seinem Alter sich unterhalten. Den Gedanken zu winken verwerfe ich sogleich wieder.

In der Tagesgruppe angekommen, setzen wir uns in das Büro, der PDL.
„Schön dass sie gekommen sind und hat sich noch was ergeben, hat er sich mittlerweile gemeldet?“
„Ja, er hat sich heute Morgen gemeldet…“ während ich ihr detailliert berichte was sich in den letzten Tagen ereignet hat, schüttelt sie den Kopf, bzw. nickt zustimmend.“
„Ja, wissen sie, wenn ich daran denke, in der ersten Woche hat er sich wirklich gut angestellt, er ging sehr gut auf die Bedürfnisse unserer Gäste ein, es gab nichts zu bemängeln. Aber dann, fehlte er manchmal entschuldigt, manchmal unentschuldigt. Auch an den Tagen an denen er da war, zeigte er sich manchmal sehr unmotiviert und lustlos. Es kam auch vor, dass er zu machen Aktivitäten sich nicht in der Lage fühle. Am Montag, fragte er mich dann, ob er am Dienstag später kommen könne. Ich sagte ihm, dass er im Stammhaus fragen solle ob er einen Tag Urlaub nehmen kann. Als er fertig telefoniert hatte, dachte er wohl laut und sagte, wenn er gewusst hätte, dass er im Ausseneinsatz Urlaub nehmen könne wäre er nicht so oft krank gewesen.“

Wortlos schüttelte ich den Kopf ob dieser Frechheit.

Zum Schluss fragte sie mich ob ich eine Kopie der Beurteilung möchte. Das Angebot nahm ich natürlich sehr gerne an. Sie bot sich sogar an, falls es Probleme mit der Kündigung gebe, da sie jede Fehlzeit ob entschuldigt oder nicht dokumentiert habe. Ich verabschiedete mich mit den Worten: „Danke fürs Gespräch, auf jeden Fall fühle ich mich jetzt nochmal bestärkt in unserer Entscheidung.“

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

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