Ich bin frustriert

Im Herbst letzten Jahres durfte ich die Weiterbildung zum Praxisanleiter beginnen. Einmal die Woche marschierte ich in das große Gebäude und drückte die Schulbank. Meine Hausleitung durfte ebenfalls eine einjährige Weiterbildung seit April letzten Jahres besuchen. Sie drückte eine Woche im Monat die Schulbank. Natürlich haben sich so Überschneidungen ergeben und ich war so dämlich nachzugeben und an diesen Tagen Bürodienst zu schieben. So ergaben sich Fehlzeiten, die ich nicht hätte haben müssen. Vor ein paar Monaten nahm mich ein Lehrer zur Seite und eröffnete mir dass aufgrund meiner Fehlzeiten in diesem Jahr nicht zur Prüfung zugelassen werde und somit keinen Praxisanleiterschein bekomme. Nachträglich könnte ich mich immer wieder in den Arsch beißen ob meiner Doofheit. Nachdem ich versuchte durch zusätzliche Aufgaben mein Engagement zu zeigen und somit zu hoffen doch noch eine Zulassung zu bekommen. wurde diese heute zu Nichte gemacht. “Aber das ist doch nicht so schlimm” bekam ich zu hören “dann machen sie eben im nächsten Jahr die Prüfung. Anleiten dürfen sie deswegen dennoch.”
”Na Wow” als wenn das wirklich interessiert.

Ansonsten bin ich sowieso gefrustet, da ich genötigt bin wegen jeder nötigen Anschaffung mit dem Geschäftsführer zu diskutieren und noch 10 Angebote einzuholen. Da frage ich mich manchmal warum ich eine leitende Position inne habe, wenn ich ich nicht mal die nötigen Anschaffungen erledigen kann.

Ich stelle mir die Frage: “Wie mache ich nun weiter?” Ich habe keine Lust mehr unterbesetzt in einer Einrichtung zu arbeiten in der ich das Gefühl habe, dass Gewinn auf Kosten der Mitarbeiter erwirtschaftet wird. Als Folge schlägt sich das natürlich auf die Versorgung der Bewohner wieder und natürlich, wo keine Zeit ist, da ist auch keine Zeit Pflegeplanungen auf einem guten Stand zu halten, sowie Auszubildende vernünftig in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Wie soll ich etwas verändern, wenn ich nicht die Möglichkeit dazu habe.

Der Monat Mai bringt ein Gutes mit sich und das ist in der Regel auch eine Mitarbeiterbefragung. Auch ich habe so einen Bogen bekommen. Und hier sehe ich die Möglichkeit mal wieder auf die Kacke zu hauen und meine Meinung zwar anonym aber öffentlich kundzutun. Mal schauen vielleicht kommt dann auch ein Mitarbeiter auf die Idee einen Betriebsrat zu gründen.

Schön war das, hier mal abzukotzen und meinem Ärger Luft zu machen. Viele Leser habe ich ja noch nicht aber vielleicht kann der einzelne hier mal mitteilen wie er mit solchen Situationen umgeht.

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2 Antworten zu Ich bin frustriert

  1. Locke schreibt:

    Hmmm, schwierig. Diese Thematik ist ja ein weit verbreitet Problem
    in der Altenpflege. Ich arbeite in einer kirchlichen Einrichtung und kann dadurch bei Problemen zur Mitarbeitervertretung gehen.
    Vielleicht könnt ihr ja über die Befragung etwas erreichen

  2. Pingback: Organisatorische Veränderung #2 | DerPfleger's Blog

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