Leistungen erschlichen

„Sonnenscheinheim in Hintertupfing, mein Name ist Der Pfleger. Guten Tag“
„Guten Tag, mein Name ist Ursula Vogt von der Arbeitsagentur in Tupfing. Sie hatten bei uns angerufen und hatten eine Frage wegen Benjamin Metzger?!“
„Ah ja, so früh hatte ich mit ihrem Rückruf nicht gerechnet, aber ja, seine Mutter hat heute vormittag bei mir angerufen und sagte er dürfe nicht mehr kommen, weil er sonst Schwierigkeiten mit der Agentur bekommt, aber ganz ehrlich, ich kann das jetzt nicht nachvollziehen, was das soll.“
„Also soweit es meine Verschwiegenheit erlaubt und was ich ihnen sagen darf, kann ich ihnen sagen, dass er seit Mitte Juli Leistungen von uns bezieht. Er darf natürlich ein Praktikum machen, das darf aber nicht länger gehen wie maximal 2 Wochen.“
„Aha, ich verstehe es dennoch nicht, denn der junge Mann hat sich Ende Juli bei uns beworben, woraufhin wir ihm erstmals ein einmonatiges Praktikum angeboten haben mit der Option dann als Pflegehelfer zu arbeiten. Und weil er die Ausbildung machen wollte habe ich im Gespräch letzte Woche gesagt, ist er bis Juli 2012 befristet damit er im August die Ausbildung anfangen kann. Jetzt bin ich natürlich stinksauer, zum einen haben wir einen Vertrag miteinander und er wird ja für das Praktikum entlohnt und zum anderen habe ich ihn für den September fest im Dienstplan eingeplant und dann hat er nicht mal die Eier in der Hose selber anzurufen oder vorbeizukommen.“
„Ja und im Praktikum ist er versichert bei ihnen?“
„Ja selbstverständlich!“
„Achso.“
„Ja wissense, das ganze bringt mioch hier in echte Schwirigkeiten, weil ich ihn auch als Arbeitskraft benötige, denn schließlich haben wir hier 40 Bewohner zu versorgen.“
„Ja, ich kann durchaus verstehen dass diese Situation schwierig für sie ist.“
„Also damit ich das jetzt richtig verstehe, der Bursche bezieht seit Mitte Juli Leistungen von euch, gleichzeitig macht er bei uns ein Praktikum und bekommt auch dafür Geld?“
„So sieht es aus. Ich möchte mich auf jeden Fall für das Gespräch bedanken, wir müssen natürlich auch unsere Konsequenzen daraus ziehen.“
„Ja ich danke auch, schönen Tag noch.“

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Eine Antwort zu Leistungen erschlichen

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