Zu weit gegangen

Helga und ich sitzen im Dienstzimmer und trinken unsere erste Tasse Kaffee. Draussen wird es langsam hell. Da kommt ganz nervös Andrea rein und fragt mit diesem unverwechselbaren Gesichtsausdruck, den sie immer hat, wenn sie ein schlechtes Gewissen hat: „Meinst du ich bin gestern beim Wanner zu weit gegangen?“
„Hä warum?“ frage ich sie ganz erstaunt.
„Naja, weil ich ja auch mit Ausdrücken rumgeworfen habe.“

Da fällt es mir wieder ein: „Wissen Sie Herr Wanner, so manchmal kommen wir uns hier wie Sklaven vor, die sich den Arsch aufreissen und keine entgeldliche Anerkennung erhalten, besonders in solchen Situationen.“ spielt sich in meinem Kopf wieder ab.

„Ach deswegen, was soll da schlimm daran gewesen sein?
„Naja, ich denke ich habe ein wenig übertrieben, nicht dass ich jetzt einen Abmahnung bekomme oder er mich kündigt.?!“
„Zum einen, nein das war doch net schlimm, zum anderen, du glaubst doch wohl selbst net, dass er in so einer Situation jemanden kündigt.“
„Meinst du?“
„Aber klar. und ausserdem wollte er doch dass wir ehrlich sind, dann muss er es auch ertragen.“
„Also mach dir keinen Kopf.“ meint Helga.

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