Die Bereitschaft ist ja da…

Der Pflegenotstand ist also schon da, wird hier behauptet. Stimmt das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Das Sonnenscheinheim, eine beschauliche kleine Einrichtung im ebenso kleinen Ort in Hintertupfing. steht natürlich stellvertretend für viele Einrichtungen da und zeigt wie es eben in so einem Heim zugeht. Es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein wie das Logo es zeigt. Jetzt im Augenblick werden in der Tupfinger Altenpflegeschule knapp 140 Auszubildende im ersten Jahr im Beruf der Altenpflege ausgebildet. Davon werden vielleicht noch neunzig das Examen mit nach Hause nehmen. Der Rest wird im Laufe der Zeit sich umorientieren. Das soll aber ein anderes Thema sein.

Der Beruf des Altenpflegers ist mittlerweile so lukrativ, dass etliche Ausgelernte sich nicht mehr fest binden wollen und sich selbständig machen als sogenannte Freiberufler. Ja auch wir sind bereits in die Situation geraten Freiberufler zu engagieren. Freiberufler verdienen eine Menge Geld. Natürlich müssen sie sich selbst versichern, führen ein unstetes Leben sind oft auf Achse, wechseln regelmäßig die Einrichtungen. Aber, die Einrichtungen sind bereit diese hohen Beträge zu bezahlen.

Warum aber sind dann die Einrichtungen nicht bereit, dieses Geld zu investieren und den Mitarbeitern Löhne zu zahlen die sie auch verdienen.

Hier las ich, dass jede vierte Einrichtung weniger Personal einstellt als sie müsste. Auch das stimmt leider. Ja auch das Sonnenscheinheim gehört leider dazu. Herr Wanner rechnet eine Stelle von der Leitung in die Pflege mit rein. Eine Stelle die keinen Handschlag am Bewohner vollführt. Eine Stelle die einfach fehlt.

Mitarbeiter wechseln die Einrichtung, die Gründe mögen verschieden sein, so wie die Menschen es sind. Aber zwei Grunde die ich immer wieder höre wenn ein Mitarbeiter geht, dann ist es das Geld und die Arbeitsbedingungen.

Einiges ist von der Politik gemacht. Aber auch von den jeweiligen Einrichtungen.

Ich bin in einer Leitungsfunktion und ich kämpfe seit über einem Jahr um diese Stelle, bisher erfolglos. Ich bin oft gefrustet und spiele auch wenn der Pegel ein unerträgliches Maß erreicht, ebenso wie andere die Einrichtung zu wechseln, oder aus der Leitung auszusteigen.

Ich bin nicht immer stolz in diesem Beruf zu arbeiten, aber jetzt bin ich numal hier und ich werde weiter um diese Stelle kämpfen bis entweder eines Tages ich aufgebe oder der GF.

Wie aber oben schon erwähnte, die Bereitschaft ist da  viel Geld für externe Mitarbeiter auszugeben um Engpässe zu überbrücken, bis wieder jemand anfängt.

Warum wird dann nicht das Geld in die eigenen Mitarbeiter investiert. Vielleicht kann mir ja mal jemand diese Frage beantworten.

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