Totsterbenskrank für die Statisitik

Ich bin also krank, aber auf bestem Wege zur Genesung. Aber schauen wir doch mal zurück.

Gestern schon morgens schmeckte der Kaffee im Büro nicht, dabei koche ich mir den immer selber, dachte mir nichts dabei. Nachdem Büro nochmal heim, hab ja immer Donnerstag nachmittag Unterricht. Und da ich mir keine Fehlstunden leisten kann, bin ich natürlich pflichtbewusst wie ich bin hin. Die ersten zwei Stunden waren soweit ok, nur das Rauchen unterließ ich. Die letzten zwei waren ein Trip wie ich ihn noch  nicht kannte. Danach es war so gegen neunzehnuhr fahre ich heim rufe noch meine (noch) HL an und melde mich vorsichtshalber mal krank. Zuhause angekommen gleich ins Bett. Geschlafen bis irgendwann nachts. Einen liter Fencheltee und ein paar Butterbrote mit einer Prise Salz verdrückt. Wieder weitergeschlafen. Morgens gegen sieben Uhr dann mal aufgewacht. Eine Kleinigkeit gegessen und beschlossen den Tag zuhause zu verbringen. Ja sogar ohne schlechtes Gewissen. Die letzten fünf Jahre hatte ich keinen einzigen Krankheitstag im Sonnenscheinheim. Also machte ich mir flugs einen Termin bei meinem Hausarzt des Vertrauens.
„Guten Morgen Herr Pfleger, na was fehlt ihnen denn?“
„Die Gesundheit“
„Und was haben sie?“
„Ich bin krank.“ Ich versuche gequält zu grinsen. „Neh jetzt im Ernst, mir ist die ganze Zeit übel und ich habe das Gefühl ich muss ständig erbrechen, auch habe ich das Gefühl ständig aufs Klo zu müssen und Durchfall zu haben kommt aber jeweils nichts.“
„Na dann legen sie sich mal hin“ tastet mir den Bauch ab, legt sein kaltes Stethoskop  mir auf den Bauch. brr „Was haben sie denn für Tiere?“
„Ach so“ ich bemerke dass an meiner Hose Haare hängen „Ich habe zwei Hunde“
„Wir haben grad einen Igel der haart zwar nicht, macht aber auch einen Menge Dreck. Müssen sie am Wochenende arbeiten?“
„Nein ich habe frei. Nur heute, hätte Büro“
„Also dann schreibe ich sie für heute krank. Die Kasse hat jetzt ein neues Formular , da wollen die jetzt wissen was für eine Tätigkeit sie überwiegend ausüben. Bei ihnen ist das ja ein wenig schwierig, denn sie arbeiten ja sowohl stehend, gehend, sitzend, ja auch geistige Tätigkeiten führen sie aus, ohne die würden sie auch nicht weit kommen in ihrem Beruf.“
„Was die nicht alles wissen wollen.“
„Naja die fragen das ja nicht ohne Grund und eines Tages hauen sie uns die Statistik um die Ohren und es heisst weil sie überwiegend sitzende Tätigkeiten ausüben sind sie krank!“

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