Die Validatorin in Mannheim

So am es also heute, dass wir von langer Hand geplant mit unserem Gerontologielehrer Herr Lang nach Mannheim zur Validatorin fuhren.

Wir fanden uns auf dem Schulhofhinterplatz in Tupfing ein. So dass wir gesammelt mit einem Reisebus nach Mannheim fuhren. Natürlich musste erst die Mauer der Unwirklichkeit zur Wirklichkeit durchbrochen werden. Das ist immer so wenn eine symbolische Figur in die Realitätsstringmechanismen eingreift und metamorphiert. Denn wir wissen ja, dass der kleine Pfleger Andreas eine fiktive Figur ist und hier auch nur fiktive Geschichten erzählt werden.

Heute soll das aber anders sein. Denn heute ist alles real.

Nach mehreren Stunden, Minutenund Sekunden im Bus sitzend betreten wir die Stadt Mannheim. Selten durfte eine so hässliche Stadt betrachtet werden. Doch wir sind ja ncht zum vergnügen hier. Jede Minute wird schließlich bezahlt. Und wenn man Geld für eine Sache bekommt, muss sie nicht schön sein.

Wir betreten die heiligen Hallen des jüdischen Gemeindezentrums. Oha, schon viele Menschen besetzen die knappen Stühle. Ein freier Stuhl war schnell entdeckt und losgelöst von meiner Gruppe lauschte ich der großen Meisterin.

Naomi Feil. Schon vor vielen vielen Jahren als der kleine Pfleger noch kleiner wahr träumte er davon diese Frau einmal live zu sehen. Und heute war sie doch tatsächlich fast zum greifen nahe. Ihre Techniken sind mir im groben sehr wohl ertraut und ich hing an ihren Lippen.

In den kurzen Pausen rauchten wir wie es sich für gestandene Pfleger gehört, doch Kaffee gehörte da schlicht nicht dazu, weil er in meinen Augen unverschämt teuer war. Damit die Ausgabe sich rechnet hätte ich Tasse samt Untertasse mitnehmen müssen. Sozusagen als Andenken.

Im Publikum war auch zwischen den Pausen ständig eine große Unruhe und ein Kommen und Gehen, so dass ich schließlich ziemlich entnervt war und mich auf die Mittagspause freute.

Einen Abstecher zum nahegelegenen Mc Donalds, sollte zumindest den Hunger stillen.

Eine Stunde später ging es weiter. Ich denke es macht keinen Sinn die Techniken und Prinzipien hier zu erklären, man muss sie erlebt haben.


Hier ein Video, welches auch heute beim Workshop gezeigt wurde, leider in Englisch, aber ich denke, man versteht es dennoch.

Ich für meinen Teil nehme ein paar Anregungen für meinen Alltag  für den Umgang mit dementen  Menschen.

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